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Friedrich Schiller Die Räuber
Artikel vom 21.12.2011, von Jasmin
Schillers erstes Drama Die Räuber wurde 1782 am Nationaltheater Mannheim uraufgeführt. Als Friedrich Schiller Die Räuber schrieb, war er noch Militärkadett. Das Schillerstück Die Räuber, eines der bis heute am meisten gespielten deutschen Dramen, gilt als eines der wichtigsten Bühnenwerke der Epoche des Sturm und Drang. Inhalt: Karl, der Lieblingssohn des Grafen von Moor, ist ein idealistischer und leichtlebiger junger Mann, dem alle Herzen zufliegen. Sein unattraktiver, vom Vater kühl behandelter Bruder Franz ist dagegen verschlagen. Durch eine Intrige gelingt es Franz, seinen Vater zur Enterbung von Karl zu bewegen. Karl schließt sich aus Protest einer Räuberbande an. Zunächst sieht er in der Bande einen durch Unterstützung für Schwächere charakterisierten Bund von Gutmenschen. Doch die Realität, mit durch den Schlagetot Moritz Spiegelberg verkörpertem reinen Banditentum und willkürlicher Grausamkeit, holt ihn rasch ein. Nach einem gescheiterten Versuch, wieder in den Schoß der Familie zurückzukehren, bindet sich Karl durch Eid endgültig als Haupmann an die Räuber. Nachdem er erfahren hat, dass sein Vater von dem inzwischen zum Grafen aufgestiegenen Franz eingekerkert wurde, stürmt Karl mit seinen Männer das Schloss. Franz entzieht sich der Strafe durch Selbsttötung. Der alte Graf stirbt vor Gram, als er die Wahrheit erfährt. Karl, für den es kein Zurück ins adlige Leben gibt, ersticht seine Geliebte Amalia, die ohne ihn nicht leben will, und stellt sich der Justiz. Schiller ging es bei seinem Drama um die Darstellung - erfolglosen - Aufbegehrens gegen Unrecht. Karl rebelliert gegen die väterliche Maßregelung spontan mit dem jugendlich-rebellischen Abbruch aller Brücken. Das ungerechte Verhalten des Vaters gegen seinen zweiten Sohn durch emotionale Vernachlässigung rächt sich durch Intrige und Entmachtung. Nicht nur Franz und Karl scheitern letztendlich, sondern auch der eigentliche Verursacher des Konflikts, der Vater. Schillers Räuber waren in ihrer Form für die damalige Zeit revolutionär. Nicht nur, dass die bis dahin übliche Versform durch reine Prosa ersetzt wurde, Schiller verstieß auch durch den selbst gewählten Abstieg des Adligen Karl in die kriminelle Unterschicht auf die damals peinlich genau eingehaltene Ständeklausel auf der Bühne. Danach hatten Adlige nur höfisch zu agieren und durften sich auf keinem Fall mit dem Pöbel gemein machen.
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